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Projekte

Maleos auf Sulawesi: Die letzten ihrer Art

Neben dem Babirusa ist der Maleo eine weitere Sensation der Tierwelt Sulawesis. Jedoch steht auch dieses Großfußhuhn kurz vor der Ausrottung. Die Aktion Tigerbaby hat schon vor einigen Jahren den wahrscheinlich aussichtsreichsten Strand ausgemacht, an dem das Hammerhuhn noch Überlebenschancen hat. Wie alle Rettungsprojekte der Aktion Tigerbaby wurden auch die Maleo-Initiativen an Ort und Stelle unter die Lupe genommen.

Hammerhuhn (Maleo)
Unermüdlich gräbt das Hammerhuhn ein metertiefes Loch in den heißen Sand, um dort sein Ei hineinzulegen.

Der Maleo (Macrocephalon maleo) vergräbt sein Ei (deutlich größer als ein Hühnerei) in bis zu 2 m Tiefe. Dazu braucht er heiße Böden, denn er wird das Ei nicht nach üblicher Vogelsitte ausbrüten. Das tut für ihn die Erdwärme. Aber heiße, ungestörte Strände oder aufgeheizte Böden in der Nähe vulkanischer Quellen sind auf der indonesischen Insel Sulawesi inzwischen rar geworden. Zudem braucht der auffällige Vogel neben den Nistplätzen auch Lebensräume im Regenwald. Das zusammen ist heute leider Mangelware.

Maleo-Eier
Maleos legen für ihre Körpergröße (vergleichbar mit einem Haushuhn) riesige Eier. Aus ihnen schlüpft nach etwa 2-3 Monaten Tagen ein flugfähiges Küken, das sich zwei Tage lang mühselig den Weg zur Oberfläche bahnt, von wo es in den Dschungel fliegt und ab sofort für sich selbst sorgen muß. Leider sind die Eier eine begehrte Delikatesse.
Maleoland
Der Lebensraum des Hammerhuhns - Küstenverlauf an der äußersten Ostspitze Sulawesis zu Füßen des Vulkans Tompotika

Aktion Tigerbaby beobachtet schon über einige Jahre einen Strand, auf den sich vielversprechende indonesische Artenschützer konzentrieren. Inzwischen hat sich eine kleine amerikanische Organisation (AlTo) vorgenommen, den Maleo-Schützern vor Ort langfristig finanzielle und organisatorische Sicherheit zu geben. Aktion Tigerbaby sieht das sehr positiv und empfiehlt Alto zu unterstützen.

Wachposten
Einfach, aber anfangs musste es auch so gehen. Der erste Posten am Maleo-Strand von Taima (am äußersten Ende von Ost-Sulawesi). Hier mussten die indonesischen Naturschützer bei Wind und Wetter die Stellung halten, damit einer der allerletzten Flecken, an denen Maleos noch ungestört ihr Ei im heißen Sand vergraben können, nicht geplündert wird. Heute scheint die Lage etwas sicherer geworden zu sein. Tigerbaby hat hier u. a. einen Beobachtungsturm errichtet, von dem ein einmaliger Überblick auf den Niststrand möglich ist.
Wachposten
Immer wieder unglaublich, wenn man bedenkt, dass womöglich das Überleben einer beeindruckenden Tierart davon abhängt, ob für eine Handvoll Leute, die mit 200 Euro im Monat auskommen, eine kleine Hütte und etwas zu essen da ist.
Yani Mile
Yani Mile, eine Indonesierin, auf die Rettungsinitiativen für den Maleo (Hammerhuhn) sowie für den Banggai-Kardinalbarsch zurückgehen. Tigerbaby hat ihre Arbeit auch dadurch gefördert, indem für internationale Öffentlichkeit gesorgt wurde.

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